Bestattungsarten

Über dieses Thema werden unter den Hinterbliebenen teilweise sehr hitzige und emotionsgeladenen Diskussionen geführt.
Wir möchten Ihnen hier einen möglichst neutralen Entscheidungsleitfaden an die Hand geben.
Die Verwendung eines Sarges bei der Bestattung, auch bei der Feuerbestattung, ist in Deutschland vorgeschrieben.
Ausnahmen sind nur aus Glaubensgründen (örtlich für Muslime in speziell ausgewiesenen Flächen) möglich!

Die klassische Erdbestattung
Hier wird die/der Verstorbene bei der Trauerfeier im (verschlossenen) geschmückten Sarg aufgebahrt und anschließend mit Sarg beigesetzt.
Diese Form ist für viele Angehörige immer noch der würdigste Weg der Bestattung, weil es für viele nicht vorstellbar ist, sich nur von der Asche eines Verstorbenen zu verabschieden.

Die klassische Feuerbestattung
Der Verstorbene wird hier meistens vor der Trauerfeier verbrannt und bei der Trauerfeier mit einer Schmuckurne aufgebahrt.
Nach der Trauerfeier wird die Urne in der Regel in einem Erdgrab oder Kolumbarium (Urnenwand) beigesetzt.
Es sind aber auch noch weitere Bestattungsformen wie z. B. See-, oder Waldbestattungen möglich.
Die Verbrennung ist auch die Grundlage für weitere Alternativen wie Fluss- oder Ballonbestattungen. Auch die Herstellung eines Edelsteins oder Diamanten aus der Asche der/des Verstorbenen ist möglich, erfordern jedoch meistens eine Überführung (Versand) der Asche in ein Nachbarland. Weitere Infos hierzu und zu weiteren Möglichkeiten erhalten Sie auf Anfrage.

Trauerfeier mit Sarg und späterer Urnenbeisetzung
Dabei wird der Verstorbene ganz klassisch in der Trauerhalle/Kirche mit Sarg aufgebahrt und nach der Trauerfeier ins Krematorium überführt.
Die Urnenbeisetzung findet dann zu einem späteren Zeitpunkt statt.
Dies ist eine häufig bevorzugte Alternative für Angehörige, die sich einerseits gerne am Sarg verabschieden möchten, für die es aber z.B. schwierig ist die Grabpflege zu gewährleisten.
Auch hier sind alternative Bestattungsformen möglich.

Seebestattung - anonym oder mit Angehörigen
Die Aschekapsel wird von uns direkt an eine entsprechende Reederei versendet, die dann die Asche in einer speziellen Seebestattungsurne dem Meer übergibt.
Dies erfolgt nur in den hierfür ausgewiesenen Seegebieten.
Bei der Bestattung mit anwesenden Angehörigen findet die Terminabsprache dann meistens direkt zwischen der Reederei und den Hinterbliebenen statt. Die Beisetzung erfolgt dann nach seemännischer Tradition. Nähere Informationen können Sie gerne bei uns erfragen.

Die Angehörigen erhalten dann auf Wunsch einen Logbuchauszug der Fahrt und eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzung.
Von uns erhalten Sie als Erinnerung die Seekarte mit den Daten der/des Verstorbenen und Bildern in vergrößerter Form (DIN A3, laminiert) nach Wunsch als Service erstellt.

Baum- oder Waldbestattung
Diese wird oft auch als Friedwald- oder Ruheforstbestattung bezeichnet, wobei die Bezeichnungen lediglich auf die Betreiberfirmen hinweisen.
Hier wird die Asche in einer speziellen Urne bei einem Baum beigesetzt.
Das kann in einem ausgewiesenen Waldbereich oder speziell angelegten Flächen auf Friedhöfen sein. Auch eine Kombination aus Beiden ist möglich. Diese Bestattungsart wird auch von immer mehr Kommunen angeboten.
Grabschmuck ist hier nach der Beisetzung überwiegend unerwünscht oder sogar verboten.

Informationen zu weiteren Bestattungsmöglichkeiten erhalten Sie auf Anfrage!